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Stalking

Stalking ist das wiederholte Belästigen, Verfolgen oder Terrorisieren einer Person, dem häufig häusliche Gewalt vorausgeht. Stalker belästigen ihre Opfer häufig Monate und Jahre durch massiven Psychoterror. Die psychischen, physischen und sozialen Folgen können sehr gravierend sein.

Wir unterstützen Frauen in dieser schwierigen Lebenssituation. Wir informieren Sie über Strategien für aktuelle Bedrohungssituationen und die rechtlichen Möglichkeiten einer Anzeige bzw. das Beantragen eines Näherungsverbotes.

 Was können Sie tun?

Machen Sie das Stalking öffentlich. Öffentlichkeit kann schützen. Informieren Sie Ihr privates und berufliches Umfeld, insbesondere Vertrauenspersonen.  

Folgende Möglichkeiten haben sich im Umgang mit Stalking als hilfreich erwiesen:

Setzen Sie früh und deutlich Grenzen  

Je früher Sie Grenzen setzen, umso größer sind die Chancen, den Stalker auf Distanz zu halten. Machen Sie dem Stalker eindeutig und unmissverständlich klar, dass Sie jetzt und in Zukunft keinerlei Kontakt zu ihm wollen und dass er derartiges Verhalten unterlassen soll. Teilen Sie ihm dies am besten unter Zeugen oder per Einschreiben mit. Dies sollte die erste und letzte persönliche Reaktion sein. Ignorieren Sie ihn dann völlig. Verfolgen Sie den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Inkonsequentes Verhalten könnte vom Stalker falsch interpretiert werden.

Sammeln Sie Beweise  

Bewahren Sie alle möglichen Beweise über das Stalking auf.
• Sammeln Sie SMS, Anrufbeantworter­nachrichten, E-Mails, Briefe, Geschenke mit Grußkarten etc.
• Beantragen Sie bei Telefonterror eine Fangschaltung. Schaffen Sie sich einen Anrufbeantworter an, der eine Mithör- und Aufzeichnungsmöglichkeit hat. Lassen Sie sich gegebenenfalls einen zweiten Telefonanschluss mit einer Geheimnummer (kostenpflichtig) schalten. Behalten Sie Ihre alte Nummer solange bei, bis der Stalker merkt, dass er mit ihr  nichts mehr anfangen kann.
• Dokumentieren Sie das Stalking. Notieren Sie Datum , Uhrzeit und Aktionen. Dadurch kann der Stalking-Verlauf rekonstruiert werden.
• Suchen Sie Augen- und / oder Ohrenzeugen, die Aktionen des Stalkers bestätigen.
• Nehmen Sie keine Pakete oder Waren entgegen, die Sie nicht bestellt haben.

All dies kann bei rechtlichen Schritten als Beweis dienen.

Nutzen Sie Ihre rechtlichen Möglichkeiten

Stalking ist nach § 238 StGB eine strafbare Handlung. Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. Suchen Sie sich eine spezialisierte Anwältin/ einen Anwalt. Beantragen Sie eine Einstweilige Verfügung beim Amtsgericht, Abteilung Zivilsachen.

Missachtet der Stalker die gerichtlichen Anordnungen, haben Sie ein rechtliches Mittel und die Polizei kann eingreifen.

 

Strategien für akute Bedrohungssituationen

Weggehen oder Weglaufen

Damit zeigen Sie dem Stalker, dass Sie keinen Kontakt wünschen.

Sich auf kein Gespräch einlassen

Sie haben das Recht, ein Gespräch abzulehnen, auch wenn der Stalker sagt, es gäbe Wichtiges zu  besprechen.

Sich Hilfe holen

Alarmieren sie Nachbarn und/ oder Passanten, damit Sie Hilfe bekommen und Zeugen haben.

Polizei verständigen

Wählen Sie die Notrufnummer 110.

Bei Verfolgung mit dem Auto:

Auf belebten Straßen oder direkt zur Polizei fahren. Sie können sich hier gegebenenfalls Hilfe holen.

 

Stalkingflyer - deutsch als PDF Download

Stalkingflyer - englisch als PDF Download

Stalkingflyer - russisch als PDF Download

Stalkingflyer - türkisch als PDF Download

 

Einen Flyer zum Thema Digitale Gewalt finden Sie hier .


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